Bedeutende Hersteller

Alpine
1967 als Alps Motorola Company, Ltd. gegründet, die Firma war ursprünglich ein Joint Venture zwischen "Alps Electric Company", einem der führenden Hersteller von elektronischen Komponenten im Consumer Bereich in Japan und dem amerikanischen Elektronikriesen Motorola. 1968 wurde mit der Fertigung von 8-spur Kassettendecks begonnen. 1969 wurden die ersten Autoradios produziert. Mitte der 70er Jahre hat sich der Markt stark verändert die 8-spur Kassettendecks sind in Japan aus der Mode gekommen. Das Unternehmen begann nach Europa und in die USA zu exportieren und etablierte sich immer stärker als Automotive Spezialist. Das brachte auch den Namenswechsel von "Alps Motorola Company" to Alpine Electronics, Inc. Anfang der 80er wurde ein Einstieg in das hochwertige Home HiFi versucht, unter dem Namen "Alpage" wurden HiFi Komponenten angeboten. Mitte der 80er Jahre wurde diese Division verkauft, seither etablierte sich Alpine weltweit mit großem Erfolg und vielen High Lights als High End Marke in der Automobilerstausrüstung als auch im Fachhandel.
Becker
1945 hat der Rundfunktechniker Max Egon Becker die spätere Becker GmbH gegründet. Legendär die Geschichte als Herr Becker den Prototyp seinen AS 49 mit dem Fahrrad zu Daimler Benz gefahren hat, um diesen dort vorzustellen. 1949 ging der AS 49 in Serienfertigung und besiegelte den großen Aufstieg des "BECKER". Als Max Egon 1983 verstarb hatte längst Roland Becker die Geschäftsführung inne. Im Februar 1995 ging die Becker Autoradio GmbH an die Harman International, mit Hauptsitz in Washington (USA) über und firmiert heute als HARMAN/BECKER Automotive Systems GmbH, immer noch mit Sitz in Karlsbad. 2007 soll Harman International von der Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und GS Capital Partners für fast 8 Milliarden Dollar gekauft werden. Damit würde auch Harman/Becker Automotive Systems GmbH mit Sitz in Deutschland den Besitzer wechseln. Seit wenigen Tagen kursiert das Gerücht, dass dieses Geschäft nun doch nicht stattfinden wird.
Blaupunkt
1923 dachte bei dem Berliner "Radiotelefon- und Apparatefabrik" Ideal, Niemand an Autoradio, die Firma stellt zunächst Kopfhörer her. Der Name stammte von einem Prüfsiegel, das aus einem "blauen Punkt" bestand. 1938 wurde dieser Prüfsiegel zum Markennamen und weltweit zu einem der wichtigsten Autoradio Hersteller der Welt. 1949 übersiedelte Blaupunkt von Berlin nach Hildesheim, seit wann Blaupunkt eine 100%ige Tochter der Robert Bosch AG ist konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.
Clarion
1940 im Dezember 1940 als Hakusan Wireless Electric Company mit dem Unternehmensziel batteriebetriebene Radios für den Haushalt herzustellen. 1947 wurde der Markenname Clarion (abgeleitet von einem Blasinstrument aus dem antiken Griechenland) eingeführt. 1951 wurde das erste Autoradio Japans produziert. 1959 hat Clarion das weltweit erste volltransistorierte Autoradio entwickelt.
Grundig
Max Grundig begann seine Karriere mit einen Radiogeschäft im November 1930 das er gemeinsam mit einem Geschäftspartner als Fa. RADIO-VERTRIEB FÜRTH Grundig & Wurzer OHG gründete. 1934 zahlte er seinen Partner aus und bezog einen wesentlich größeren Laden in dem er auch begann Transformatoren zu reparieren. Während des Krieges reparierte sein Unternehmen "Militärische Nachrichtentechnik" wofür der Soldat Grundig immer wieder vom Wehrdienst freigestellt worden war, kurze Zeit später wurde er als wirtschaftlich unabkömmlich vom Militärdienst freigestellt und bekam große Aufträge von Firmen wie z.B.: der AEG. Nach dem Krieg wollte Grundig eigentlich wieder ein Radiogeschäft eröffnen, der dramatische Versorgungsengpass zwang in förmlich zum Aufbau einer eigenen Fertigung. 1952 war Grundig der größte Rundfunk- und Tonbandgerätehersteller der Welt. 1972 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt. 1984 übernahm Philips die industrielle Führung des Unternehmens. 1989 verstarb der Firmengründer. Es folgten weitere schwierige Jahre, daraus entstanden mehrere Gesellschaften, jene die für das Autoradio verantwortlich zeichnet nennt sich Grundig Car InterMedia System GmbH mit Sitz in Nürnberg, Eigentümer ist seit Oktober 2003 die amerikanischen Delphi Corporation.
JVC
1927 Victor Company of Japan, Limited (JVC) wurde als Tochterfirma der amerikanischen Victor Talking Machine Company gegründet. Anfangs befasste JVC sich mit der Herstellung und Verbesserung von Schallplatten. JVC hat die Entwicklung des 45/45-Stereoformates entscheidend geprägt. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die US Mutterfirma ausgekauft, in den frühen 50er Jahren wurde JVC von Matsushita (Panasonic) übernommen. JVC ist ein eigenständiges großes internationales Unternehmen mit Sitz in Yokohama, das seinen großen internationalen Ruf im Bereich Video (VHS) begründet hat. VHS war über mehr als zwei Jahrzehnte der Standard schlechthin, weder Beta-Max noch Video 2000 kamen kommerziell an das VHS System heran. 1968 wird eine Vertriebsfirma in den USA eröffnet, es folgt 1973 England, in Deutschland gibt es eine eigene Niederlassung seit 1978, welche seit 1993 in Friedberg ihren Sitz hat. JVC hat sich im Segment CAR in den letzen Jahren in fast allen Europäischen Ländern unter den Top 3 etabliert.
Kenwood
1946 als Kasuga Radio Co. Ltd. in Komagane, Nagano in Japan gegründet. 1960 wurde das Unternehmen in "Trio Corporation" umgenannt, 1963 wurde Kenwood USA als erste Auslandstochtergesellschaft gegündet. In den frühen 60er Jahren wurden CB Radios, Oszilloskope von "Trio Kenwood" unter dem Namen "The LaFayette Radio Company" verkauft. Viel später erst begann "Trio Kenwood" Autoradios zu produzieren. Bekannt wurde Kenwood im Autoradiosegment mit dem ersten in Japan hergestellten FM Tuner. 1984 entwickelte und produzierte Kenwood als erstes Japanisches Unternehmen ein Gerät mit Diebstahlsicherung. 1986 wurde aus "Trio-Kenwood" die Kenwood Corporation, so wie diese heute noch firmiert.
Körting
wurde 1889 als Körting & Mathiesen AG in Leipzig gegründet, in der Nachkriegszeit wurde das Unternehmen in Grassau (Chiemgau) angesiedelt und ging 1978 in der Gorenje Körting Electronic GmbH auf.
Panasonic
Die Marke Panasonic wurde 1955 von Matsushita registriert, weil die Matsushita Audio Marke "National" in Kanada, Mexico und USA bereits registriert war. Das Matsushita ursprünglich Panasonic als Marke für Audio Produkte einsetzen wollte lässt sich von der Namensgebung ableiten: "pan" "alles" kombiniert mit "sonic" das für "sound" steht. Die Matsushita Electric Industrial Co., Ltd. 1918 von Konosuke Matsushita gegründet hat sich im Laufe der Jahre zu einem der bedeutendsten Elektronikkonzerne weltweit entwickelt.
Philips
1890 begann der holländische Maschinenbau-Ingenieur Gerard Philips seine Kenntnisse und das große Interesse an Elektrotechnik auch beruflich zu nutzen. Im Mai 1891 wurde ein Fabrikgebäude in Eindhoven gekauft. Mit der Produktion von Glühlampen begann der große Aufstieg der Firma Philips & Co. 1961 Philips stellt das erste vollständig mit Transistoren bestückte Autoradio vor. 1968 das erste Autoradio das auch Kompakt-Musikkassetten abspielen konnte kam ebenfalls von den sehr innovativen Holländern was auch die nächsten Schritte beweisen: 1983 Die Entwicklung und Einführung der Compact Disc. 1985 kommt der erste CD Tuner auf den Markt auch dabei war Philips an der Entwicklung maßgeblich beteiligt. 1998 wird der Geschäftszweig Autoradio, Audio und Autonavigation an die Mannesmann VDO AG verkauft. Weitere Informationen zu diesem Bereich sind bei VDO zu finden.
PIONEER
Wurde 1938 von dem Lautsprecherentwickler Nozomu Matsumoto als Fukuin Shokai Denki Seisakusho in Tokyo gegründet, 1947 wurde das Unternehmen mit dem Namen Fukuin Denki registriert, erst 1961 wurde aus "Fukuin Denki" die Pioneer Electronic Corporation und notierte gleichzeitig auch an der Börse von Tokyo. 1966 werden die ersten Vertriebsfirmen in Europa und USA eröffnet. Pioneer hatte mit seinen Lautsprechern weltweit, einen über Jahrzehnte andauernden Verkaufserfolg erreicht, von dem der gesamte Markt stark mitprofitieren konnte. Pioneer ist in vielen Bereichen der Unterhaltungselektronik einer der innovativsten Trendsetter, von dem immer wieder wichtige Marktimpulse ausgehen.
Sony
1945 nach Ende des 2. Weltkrieges startete der Sony Gründer Masaru Ibuka mit einem Radio Reparaturgeschäft in einem ausgebombten Gebäude in Tokyo. 1946 Akio Morita wurde sein Partner. Gemeinsam gründeten Sie die Firma Tokyo Tsushin Kogyo K.K. Das bedeutet übersetzt "Tokyo Telekommunikations Etwicklungsgesellschaft. Diese Firma baute Japan's erstes Tonbandgerät (Modellbezeichnung "Type-G") 1950 Herr Ibuka reiste wegen der Erfindung des Transistors durch Bell Labs' in die USA. Er überzeugte Bell seiner Firma eine Lizenz zur Erzeugung des Transistors für Japan zu erteilen. Die meisten amerikanischen Firmen haben den Nutzen der "Transistor Technologie" im militärischen Anwendungsbereich gesehen. Ibuka erkannte für sein Unternehmen den großen Wert im Kommunikationsbereich. Das Japanische Duo war nicht das erste das ein Transistor Radio gebaut hat, da waren die amerikanischen Firmen wie Regency oder Texas Instruments schneller. Die Japaner waren aber die ersten bei der industriellen Fertigung solcher Geräte. 1956 Im August konnte Ibuka's TTK das Transistorradio TR-55 im Taschenformat zunächst in den USA und später am gesamten Weltmarkt etablieren. 1958 Namensfindung Sony: TTK steht als Abkürzung für Japanische Eisenbahngesellschaft. Morita suchte nach einem einfachen leicht verständlichen Begriff. Der Name "Sony" vom Lateinischen "sonus" ist die Wurzel für "Sonic und oder Sound".
Telefunken
1903 von Siemens & Halske (S & H) und "Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft" (AEG) als Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Im Laufe der Zeit übernahm AEG die Geschäftsanteile der S & H und fusionierte danach Telefunken mit der AEG, damit war das eigenständige Unternehmen Geschichte. In den späten 90er Jahren wurde AEG vom Automobilhersteller Daimler Benz aufgekauft.
VDO
1929 entstand Die Firma VDO (Vereinigte DEUTA - OTA) durch den Zusammenschluss der OTA Apparate GmbH (Offenbacher Tachometer Werke) mit der DEUTA (Deutsche Tachometer-Werke GmbH). 1991 verkaufte die Adolf Schindling Erbin Liselott Linsenhoff den gesamten Besitz an die Mannesmann AG. 1998 erfolgte unter anderem die Integration der Mannesmann Kienzle GmbH (Tachografen und Taxameter) in die Mannesmann VDO AG. Es folgte die Akquisition des Philips-Geschäftszweiges Philips Car Communications (Audio und Autonavigation). 2001 im Zuge der Übernahme von Mannesmann AG durch die Englische Vodafone , wurden abgesehen vom Telekommunikationsgeschäft alle anderen Beteiligungen, an Siemens und BOSCH verkauft. Siemens übernahm dabei aus Wettbewerbsgründen allein die VDO. Durch den Zusammenschluss mit der Siemens Automotive AG entstand so ein führender Zulieferer von Automobilelektronik. 2006 im erfolgte die rechtliche Integration der Siemens VDO Automotive AG in die Siemens AG. Die Marke "VDO Dayton" für Audio und Navigation wird ebenfalls weitergeführt. 2007 im Juli wurde die Siemens VDO Automotive AG an die Continental AG verkauft.